Größte Kurstadt-Wohnung verkauft

Größte Kurstadt-Wohnung verkauft - Kaiserberg: 371 Quadratmeter auf zwei Geschossen - tadtwerke bauen Blockheizkraftwerk


Kaiserberg: 371 Quadratmeter auf zwei Geschossen – Stadtwerke bauen Blockheizkraftwerk Bad Nauheim (ihm). 120 Tonnen Kohlenstoffdioxid jährlich werden durch das umweltfreundliche Blockheizkraftwerk eingespart, mit dem die Stadtwerke das neue Wohngebiet am Kaiserberg versorgen werden. Stadtwerke-Chef Dr. Berndt Hartmann und Andreas Herbig, Inhaber der Bauträger-Firma Domus Real (Wiesbaden), unterzeichneten am Donnerstag den Wärmelieferungsvertrag. »Wir freuen uns, dass sich Domus Real nicht nur für die Versorgung mit Wasser und Strom, sondern auch für Wärme entschieden hat«, betonte Hartmann. Für die Stadtwerke, die 750 000 Euro investieren, sei das Projekt sehr interessant. Das liege auch an der Größenordnung, denn die Neubauten mit 8000 Quadratmetern Wohnfläche seien fast ein kleiner Stadtteil. »Ein Prestigeobjekt, das wir gern zeigen«, meinte Hartmann. Nachdem letztes Jahr das Richtfest gestiegen ist, sollen die Arbeiten des ersten Bauabschnitts laut Domus-Inhaber Herbig im Sommer abgeschlossen sein. Anschließend ziehen die ersten Eigentümer ein. »Mit dem Verkauf sind wir gut dabei, die Nachfrage ist groß.« Ungefähr die Hälfte der 44 hochwertigen Wohnungen seien bisher veräußert. Mit 315 000 bis 900 000 Euro sind Käufer im Rennen, bei einem Quadratmeterpreis, der je nach Wohnung zwischen 3000 und 4000 Euro variiert. Die größte Wohnung, die in Bad Nauheim jemals verkauft wurde (371 Quadratmeter), hat laut Herbig gerade den Eigentümer gewechselt. Jemand hatte sich für ein Penthaus samt darunterliegender Wohnung interessiert, wie er erzählt: »Wir haben die beiden Einheiten daraufhin durch eine Treppe zusammengeführt.« Zu Beginn habe sein Unternehmen hinsichtlich der Bewohner-Zielgruppe an Menschen ab 50 Jahren aufwärts gedacht, was teilweise eingetreten sei. Es hätten sich aber auch Familien für die geräumigen Wohnungen interessiert – wegen der großen Gärten im Erdgeschoss. Auf dem dazugehörenden 6000-Quadrat- meter-Gelände an der Danziger Straße, das für Bauabschnitt zwei vorgesehen ist, wird derzeit noch nicht gewerkelt. Dort sollen zwei weitere Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 16 Wohnungen sowie vier Einfamilienhäuser entstehen. Großen Wert legt das Unternehmen nach Angaben des Geschäftsführers auf energe- tisch effiziente Bauweise nach neuesten Erfordernissen. Die Wände seien überdurchschnittlich dick gedämmt, in die vier- bis sechsgeschossigen Häuser seien besonders gute Wärmeschutzfenster eingebaut worden. Das Blockheizkraftwerk passt dazu. Die Wärme, die bei der Stromerzeugung erzeugt wird, kann ohne Transportverluste direkt für die Warmwasserversorgung und Heizung verwendet werden. Nur bei extremen Minusgraden soll ein Gasbrennwertkessel zum Einsatz kommen, was für die Bewohner unterm Strich eine attraktive Ersparnis bei den Nebenkosten bedeute. Momentan stehen noch Gerüste um die Häuser, deren Fassaden demnächst verputzt werden – in vielen verschiedenen Schattierungen wie Gelb, Beige und Grau. Jedes Gebäude soll eine andere Farbnuance erhalten.

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